Gemeindeziele der evang. Kirchengemeinde Gundelfingen

Das 1. Gemeindeziel: „Gott von ganzem Herzen lieben“

Stichwort: Anbetung

Bild zu den Gemeindezielen„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.“
Matthäus 22,37; 5. Mose 6,5 

Jesus zitiert hier das alte jüdische Glaubenbekenntnis und will dadurch, dass er es ausspricht, zeigen, dass er sich mit dem Inhalt dieses Satzes ganz identifiziert. Seine Beziehung zu Gott ist Liebe. Überall, aber besonders in der Kirche zusammen mit der Gemeinde können wir diese Liebe ausdrücken durch Anbetung, Lobgesang, Dank und anderen Ritualen. Das heißt als Ziel für die Gemeinde, dass auch hier sich jedes Gemeindemitglied mit dem Inhalt dieses Gebotes identifizieren soll, was bedeutet, dass Gott zu jeder Zeit in unserem Herzen sein soll, nicht nur in schlechten Zeiten, wo man an ihn denkt und hofft, dass er einem hilft, sondern das ganze Leben hindurch.

Das 2. Gemeindeziel: „Für andere da sein“

Stichwort: Dienende Gemeinde

Ausgehend vom Gebot „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ versuchen wir uns bewusst zu machen, dass die christliche Nächstenliebe eine Antwort darauf ist, was Gott für uns getan hat. Wir sollen Gott lieben von ganzem Herzen, was aber ohne gleichzeitige Nächstenliebe nicht denkbar ist. Liebe, so wie sie Jesus von uns fordert, bedeutet, dass wir anderen Menschen mit Respekt begegnen und ihnen dort, wo sie es brauchen, mit konkreten Taten helfen. Mit anderen Worten: wir sollen ihnen dienen. Dieses Dienen ist ein ganz wesentlicher Auftrag Jesu an seine Gemeinde, also an uns. An diesem Punkt wird das Gebot der Nächstenliebe praktisch. Unserem Nächsten liebevoll gesonnen zu sein und ihm zu dienen bedeutet, dass wir unserem Nächsten in seinen geistlichen, emotionalen und körperlichen Nöten helfen und für ihn da sind. Im Blick auf unsere Aufgaben innerhalb unserer Gemeinde streben wir an:
• unseren Mitmenschen so zu dienen, wie Jesus uns gedient hat;
• für andere da zu sein, wie er für andere da war;
• sich an den Platz zu stellen, wo man mit seinen Gaben etwas bewirken kann;
• unsere Gemeinde für die Menschen zu öffnen, die uns brauchen.

 

Das 3. Gemeindeziel: „Gott kennen lernen“

Stichwort: Evangelisation

"Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe."
Mt. 28,19-20

Als Gemeinde haben wir auch die geistlichen Nöte der Menschen im Blick. Was die Menschen nach dem Urteil von Jesus am allernötigsten brauchen, ist eine versöhnte, lebendige, fröhliche Beziehung zu Gott. Darum ist der Missionsbefehl auch das Vermächtnis von Jesus an seine Kirche: „Gehet hin. Wartet nicht, dass die Leute zu euch kommen. Gehet hin und macht zu Jüngern. Das ist der größte Dienst, den ihr ihnen erweisen könnt.“ Auf lange Sicht gibt es für einen Menschen nichts Wichtigeres, als Gott kennen und lieben zu lernen. Darin sehen wir unseren wichtigsten Auftrag. Jesus hat dies seinen Jüngern vorgelebt. Klaus Eickhoff hat einmal gesagt: „Eine Kirche, die nicht zu den Leuten hingeht, kommt auch nicht an.“ Wenn wir zu den Leuten gehen, werden sie sich auch nicht scheuen, zu uns zu kommen. Wir möchten gerne Kirche sein, die für andere da ist und Menschen dabei unterstützt, zu Jüngern Christi zu werden. Der Schlüssel zu allem, was das Christentum für einen Menschen bereithält, ist eine lebendige Beziehung zu Gott. Wir wollen viel Fantasie walten lassen, um Wege dahin zu finden.

 

Das 4. Gemeindeziel: „Miteinander leben“

Stichwort: Gemeinschaft

"Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe."
Mt. 28,19-20

Der wichtigste Aspekt der Taufe ist die Eingliederung in die Gemeinde Jesu. Taufe bedeutet, Menschen in die Gemeinschaft aufnehmen, dadurch sind sie Teil der Gemeinschaft. Auftrag von Jesus ist: Nehmt sie in eure Gemeinschaft auf. Gebt ihnen in der Gemeinde die Möglichkeit, ihre Gaben und Fähigkeiten zu entdecken, zu entwickeln und auszuüben. Wir brauchen die Gemeinschaft anderer Christen um im Glauben wachsen und reifen zu können. Glaube ist immer persönlich, nie privat. Als Christen sind wir nicht nur berufen, für uns selbst in unserem Herzen an Jesus zu glauben, sondern auch dazu, zum Leib Christi zu gehören (1. Kor. 12). Wir wollen ansteckende, lebendige, offene und herzliche Gemeinde sein, indem wir Gemeinschaft miteinander haben, uns untereinander austauschen und Anteil nehmen aneinander. Wir wollen das Gespräch miteinander suchen und dem Anderen liebevoll begegnen.

Das 5. Gemeindeziel: Im Glauben wachsen

Stichwort: Jüngerschaft

"Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe."
Mt. 28,19-20 

Wir haben als christliche Gemeinde den Auftrag, Menschen zu ermutigen, in ihrem Christsein zu reifen, das heißt, Jesus Christus nachzufolgen (vgl. 1. Petr. 2,21), ihm zu gehorchen (vgl. Röm 1,5) und Frucht für ihn zu bringen (vgl. Gal 5,22). Sie sollen zu einer lebendigen Beziehung mit Jesus Christus befähigt und darin bestärkt werden, Gott und die Mitmenschen zu lieben, wie Jesus es getan hat. Jesus spricht hier von der „Nachfolge“. Der theologische Fachbegriff zu dieser Lebensbewegung ist „Jüngerschaft“. Die Gemeinde muss darum vielfältige Möglichkeiten bereitstellen, dass Christen im Glauben wachsen können. Die natürlichen Orte, wo dies geschieht, sind die Gottesdienste, die verschiedenen Gemeindeseminare, die Seelsorge und die Kleingruppen. Da die Gottesdienste keinen Raum für das persönliche Gespräch geben können, leisten die Kleingruppen als kleinste Gemeindezelle bei der gegenseitigen Unterstützung in der Jüngerschaft eine große Hilfe. In liebevoller Gemeinschaft von Christen kann Lebensveränderung im Glauben und Seelsorge intensiv erfahren werden. Ziel ist es, eine christliche Gemeinde zu bauen, deren Mitglieder bestrebt sind, Gott die Ehre zu geben, gemeinschaftlich liebevoll miteinander umzugehen und suchende Menschen auf ihrem Glaubensweg zu unterstützen und zu begleiten.